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Die Acai Beere


Was ist dran an der „Wunderfrucht“?

Seit einiger Zeit sorgt eine kleine runde Frucht mit dunkler Farbe für Gesprächsstoff und Diskussionen. Die Acai Beere wird als Wunderwaffe zur Gewichtsreduktion angepriesen, ganze Diätprogramme werden nach ihr ausgerichtet und auch die Kosmetikindustrie hat den Trend bereits für sich entdeckt. Doch handelt es sich bei Acai Beeren tatsächlich um ein neu entdecktes Allheilmittel?


Die Acai Beere - hilft sie tatsächlich bei der Gewichtsreduktion?


Tatsächlich ist die Acai Beere eine durchaus gesunde Frucht. Sie weist eine hohe Konzentration von sekundären Pflanzenstoffen auf, den Anthocyanen. Diese sind nicht nur für die dunkle Farbe der Beere verantwortlich, sondern wirken gleichzeitig auch als Antioxidant. Sie binden freie Radikale im Körper und fördern die Zellerneuerung. Außerdem sind Acai Beeren reich an den Vitaminen A, C und E, sowie an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Mineralien.

Das es sich bei der südamerikanischen Frucht tatsächlich um ein gesundes und wertvolles Nahrungsmittel handelt, steht also außer Frage. Doch reicht das aus, um einer kritischen Betrachtung der Beere als „Schlankheitsmacher“ standzuhalten? Bislang gibt es jedenfalls noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die die herausragende Wirkung der Beeren belegen.

Immer wieder erreichen uns neue Erkenntnisse über verschiedene Lebensmittel. Auf dem Diätmarkt finden sich viele exotische Namen wie Spirulina-Algen oder Guarana. Nun kommt die Acai Beere dazu.

Da die Acai Beere jedoch nur 36 Stunden nach dem Pflücken zum Verzehr geeignet ist, kommen wir in Deutschland allerdings sehr schwer an die frische Frucht. Stattdessen werden sie in Tabletten-, Kapsel-, und Pulverform verarbeitet und zu einem recht hohen Preis vertrieben, obgleich diese Nahrungsergänzungsmittel oftmals nicht mehr einen so hohen Gehalt an den eigentlich guten Inhaltsstoffen aufweisen. Denn diese befinden sich, ähnlich wie bei anderen Obst- und Gemüsesorten auch, größtenteils im Fruchtfleisch der Beere unterhalb der Schale, sowie in der Schale selbst.

Der hohe Anteil an sekundären Pflanzenstoffen ist ebenfalls kein Alleinstellungsmerkmal der Acai Beere. Auch heimische Früchte wie Himbeeren, Kirschen, Holunder- oder Preiselbeeren weisen einen ähnlich hohen Anteil an den gesunden Antioxidantien auf.

Statt also überteuerte Acai Säfte zu bestellen, kann man genauso gut auf die einheimischen, saisonalen Früchte zurückgreifen. Sie sind oftmals deutlich günstiger, sind frisch und lecker und haben nicht bereits eine halbe Weltreise hinter sich.

Wer dennoch seine Gesundheit mit der Acai Beere unterstützen möchte, sollte unbedingt auf die Qualität und die Inhaltsstoffe des Produktes achten, wenn es sich nicht um die pure Frucht handelt. Bei Säften, Smoothies und anderen verarbeiteten Produkten sollte man durch einen kurzen Blick auf die Inhaltsstoffe prüfen, ob und in welcher Konzentration die Frucht tatsächlich beinhaltet ist.

Von Nahrungsergänzungsmitteln wie Pulver und Kapseln mit der Acai Beere ist grundsätzlich eher abzuraten, da die gesundheitliche Wirkung dieser Produkte meist sehr gering ist.

Was bleibt zum Schluss?

Die Acai Beere kann eine willkommene Abwechslung im täglichen Speiseplan darstellen. Egal ob als selbstgemachter Smoothie oder Joghurt, als Marmelade oder auf einem Obstkuchen - die Beeren sind schmackhaft und gesund.

Von einem „Wundermittel“ oder „Schlankmacher“ kann jedoch keine Rede sein. Wer sich allein auf die Wirkung der Beere verlässt, um mit ihrer Hilfe Gewicht zu reduzieren, wird schnell enttäuscht.

Am Ende bleibt es dabei: Wer gesund und effektiv ein paar Pfunde verlieren möchte, muss seine Ernährung ganzheitlich umstellen und Bewegung und Sport in den Tagesablauf integrieren. Das Hoffen auf eine Wunderbeere führt wohl eher zu Enttäuschungen als zum großen Erfolg.



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