Der Kürbis


Das ultimative Herbst-Gemüse

Die Überschrift sagt es schon: Der Kürbis ist ein echter Alleskönner in der Küche und ist bei uns besonders in den grauen und nassen Monaten sehr beliebt. Woher er stammt, was er kann und wieso nicht nur Halloween-Fans mit dem Kürbis auf ihre Kosten kommen - all das erfährst du hier.


Ob klein und grün oder groß und orange - der Kürbis ist ein tolles Herbstgemüse.


Kürbisse gibt es in vielen verschiedenen Farben, Formen und Größen. Von winzig kleinen grünen Zierkürbissen über riesengroße Speisekürbisse wie den „Cucurbita maxima“ reicht die Palette. Und auch die Arten der Zubereitung in der Küche sind schier endlos.

Woher kommt der Kürbis?

Bereits 10.000 Jahre vor Christus scheinen Menschen in Amerika den Kürbis für die eigene Nutzung angebaut zu haben. Darauf deuten jedenfalls neuere Funde von Samen domestizierter Kürbisse.

Die verschiedenen Formen stammen allesamt von dem amerikanischen Kontinent. So wurde der Riesen-Kürbis in Südamerika, der Gartenkürbis in Mexiko und der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika gezüchtet.

Ursprünglich war das runde Gemüse besonders wegen seines Öls und der gut lagerbaren und nahrhaften Samen beliebt.

Mit der Wiederentdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gelangte der Kürbis schließlich auch nach Europa. Bis dahin kannte man in unseren Breitengraden lediglich Gurken und Melonen, die unmittelbaren Verwandten der Kürbisse.

Im 16. Jahrhundert wurde der Kürbisanbau zum ersten Mal eindeutig beschrieben, ein Jahrhundert später wurden die ersten Kürbisse in Amsterdam und Ostdeutschland gezüchtet.

Tipps für die Zubereitung

So ein Kürbis sieht nicht nur niedlich aus, richtig zubereitet ist er eine echte Gaumenfreude. Dabei reichen die vielfältigen Möglichkeiten von Suppen und Soßen über Salate und Aufläufe, bis hin zu süßen Dressings und leckeren Desserts.

Und nicht nur das Fruchtfleisch lässt sich gut verarbeiten, auch die Kerne sind genießbar und machen sich besonders gut als Verfeinerung auf einem knackigen Salat, oder als Geschmacksgeber auf Frühstücksbrötchen. Hier sind ein paar Tipps für die Zubereitung:

Du kannst das Fruchtfleisch einfrieren. Wenn beim großen Laternenschnitzen für die Halloween-Nacht größere Mengen Fruchtfleisch übrig bleiben, kannst du sie nach dem Kleinschneiden und kurzem Blanchieren bis zur weiteren Verwendung wunderbar konservieren. So kannst du deinen Lieben auch noch Monate später eine leckere Kürbis-Suppe servieren.

Kürbisse passen sich an. Sie nehmen beim Kochen leicht den Geschmack anderer Zutaten an, was sich besonders beim Würzen bemerkbar macht.

Wenn du einen Kürbis pikant würzen möchtest, passen Zwiebel, Knoblauch, Essig, Curry, Chili und Ingwer hervorragend zum Eigengeschmack des Kürbis.

Zimt, Süßweine, Äpfel, Orangen, Liköre, Ananas, Erd- und Himbeeren versüßen den Kürbis und geben ihm einen tollen Geschmack für Desserts.

Wenn du eine Kürbissorte noch nicht kennst, kannst du einfach ein paar Stücke schmoren oder in Butter anbraten. So weißt du sicher, ob es eher ein süßer oder pikanter Kürbis werden soll.

Inhaltsstoffe

Das Fruchtfleisch des Kürbis ist besonders gut für Ernährungsbewusste und Kalorienzähler geeignet. Nur etwa 25 Kilokalorien stecken in 100 Gramm Fruchtfleisch, und machen den Kürbis deshalb zu einem kalorienarmen Gemüse. Zu etwa 90% bestehen Kürbisse aus Wasser.

Die orangene Farbe bekommt das Fleisch durch eine große Menge an Carotinoiden, die unter anderem auch für die Färbung von Möhren verantwortlich sind. Sie dienen dem Körper als Schutzstoff, da sie als Antioxidant der Bildung von freien Radikalen im Organismus entgegenwirken können. Damit dient der Kürbis indirekt also auch dem Schutz unserer Körperzellen und beugt Herz- und Gefäßkrankheiten vor.

Kürbiskerne sind im Gegensatz zum Fruchtfleisch sehr kalorienreich. 100 Gramm der Samen enthalten etwa 500 Kalorien und mehr als 45 Gramm Fett. Das sollte aber kein Grund für dich sein, sie nicht auch gelegentlich in der Küche zu verwenden. Sie sind als Verfeinerung für einen schönen Salat eine echte Bereicherung.

Dazu kommt, dass das Fett der Kürbiskerne mit etwa 50% ungesättigten Fettsäuren zu den gesunden Fetten und den wertvollsten Pflanzenölen zählt. Es unterstützt den Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen aus dem Gemüse und ist leicht verdaulich.

Kürbiskernöl ist reich an Vitamin E und enthält etwa 20% gesättigte, 30% einfach und 50% mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Durch den intensiven Eigengeschmack eignet es sich besonders bei der Verfeinerung von Salaten und Rohkostgerichten. Es sollte nicht so stark erhitzt und am besten im Kühlschrank gelagert werden.

Tipps für den Einkauf
  • Wenn du im Laden einen Kürbis in der Hand hältst, solltest du vor dem Kauf einmal auf die Schale klopfen. Klingt der Kürbis leicht hohl, ist er reif und für den Verzehr perfekt.

  • Sommerkürbisse sollten eine feste Schale haben. Sie glänzt und weist keine Risse auf.

  • Winterkürbisse fühlen sich schwerer an, als du es bei ihrer Größe erwarten würdest.

  • Wenn du die Wahl hast, solltest du die kleinen Exemplare bevorzugen. Das Fruchtfleisch der kleineren Kürbisse ist fester, weniger faserig und intensiver im Geschmack.

  • Achte auf Druckstellen. Ist der Kürbis an einigen Stellen weich, kann es sein, dass das Fruchtfleisch im Inneren bereits ersten Fäulnisprozessen ausgesetzt ist.

  • Zierkürbis oder Speisekürbis? Achte beim Kauf darauf, dass der Kürbis auch tatsächlich als Speisekürbis deklariert ist. Zierkürbisse sind nicht alle genießbar. Sie enthalten teilweise Bitterstoffe, die auf den Magen schlagen können.

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