Dem Stress entfliehen


Wege zu mehr Gelassenheit

Hektik, Stress und keine Zeit für sich selbst. Viele Menschen stehen nicht nur beruflich unter hohen Belastungen und Anforderungen, auch privat sind wir oft verschiedenen Stressoren ausgesetzt. Es bleibt kaum Zeit für Hobbys und Freizeit, eigene Wünsche und Belange kommen zu kurz. Wie du einer Stressfalle entkommen kannst, sagen wir dir hier.


Die Seele baumeln lassen - Nicht nur im Urlaub kann man sich entspannen.


Doch zunächst: Was ist eigentlich Stress?

Stress bezeichnet eine automatisierte Reaktion auf eine als belastend empfundene Situation wie z.B. Streit in der Familie, Lautstärke (auf der Straße, schreiende Kinder, Musik) oder die ständige Verspätung der Bahn. Oft wird Stress auch durch Gedanken über Job, Beziehung und Zukunft entwickelt. Den Oberbegriff „Stress“ kann man in drei Unterpunkte gliedern:

  • die äußeren Einflüsse, auch Stressoren genannt
  • die individuelle Einstellung und Bewertung der Situation
  • und die Stressreaktion, wie man persönlich mit der Situation umgeht

Dauerstress ist bei vielen Menschen der Normalfall. Das französische Institut IFAS (Institut Francais d’Action sur le Stress) befragte gemeinsam mit Hilfe verschiedener Unternehmen tausende Mitarbeiter. Jede dritte Frau und jeder vierte Mann gaben dabei an, unter akutem Dauerstress zu stehen. "Stressreduzierung" stand auf der Wunschliste der Befragten auf Platz 1. Denn Stress ist auf lange Zeit gesehen nicht immer ungefährlich.

Positiver und negativer Stress

Der Mediziner Hans Selye benannte 1936 zum ersten Mal das Wort Stress, welches aus dem englischsprachigen Raum kommt und zu deutsch Druck und Belastung bedeutet. Er unterteilte den Stress in Eustress (positiv) und Distress (negativ), je nach dem ob die Belastung mit einem Erfolg oder Misserfolg ausgeht. Stress kann also auch als angenehm empfunden werden, wenn die Herausforderung zufriedenstellend gemeistert wird.

Wege zu mehr Gelassenheit

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Stressoren. Dies liegt auch und besonders an unserer Erziehung und den Vorbildern, die wir als Kinder hatten. So kann es durchaus sein, dass jemand wesentlich mehr von einer Situation gestresst ist, als sein Gegenüber. Dennoch haben wir alle die gleiche Chance mehr Gelassenheit zu erlangen, denn man kann sie erlernen und richtig trainieren:

  • Analysiere zunächst deine Situation - wie groß ist das Problem und wie stark musst du darauf reagieren?

  • Entwickle eigene Strategien, um den Stress schnell und dauerhaft zu reduzieren. Auch hier gibt es individuelle Möglichkeiten, die jeder für sich selber finden kann.

  • Belohne dich! Geh ins Kino, Kochen mit dem Partner oder nimm mal wieder ein heißes Bad. Mach Sport oder hör deine Lieblings-CD.

  • In akuten Stresssituationen ist es wichtig, an vergangene positive Erfahrungen zu denken. Das hilft dabei sich vor Augen zu halten, dass alles einen positiven Ausgang haben kann und nur halb so viel Stress nötig ist.

  • Stärke deinen Körper! Es gibt keine bessere Stressbremse als körperliche Aktivitäten: Joggen, Radfahren, Schwimmen, Tanzen. Dadurch bringst du deinen Körper in eine gesunde Balance und baust die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ab. Deine Muskeln, das zweitgrößte Organsystem des Körpers, haben auch eine strake, ausgleichende Wirkung auf deinen gesamten Organsismus. Daher ist jede Art von Bewegung mit aktiver Muskelbeteiligung ein effektiver Stresshemmer!

  • Entspanne dich! Nimm dir endlich mal wieder Zeit für dich. Mach z.B. eine Traumreise und entferne dich von allen Stressoren, die dich zur Zeit umgeben. Du kannst verschiedenste Meditationsmethoden erlernen, um dem stressigen Alltag zu entfliehen.